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Diät bedeutet Geld – Das Geschäft mit den Pfunden

Abgelegt unter Abnehmen & Diät,Weight Watchers by Tobias am 14. September 2007

GeldDie Themen „Diät“ und „Abnehmen“ kreisen ständig um uns herum. In den Medien vergeht kaum ein Tag, an dem einem nicht irgendein Bericht zu diesem Thema verfolgt. Ständig prasseln neue Erkentnisse, Studienergebnisse und verheissungsvolle Informationen auf uns ein. Kein Wunder, denn es lässt sich auf diesem Gebiet enorm viel Geld verdienen, und je mehr man die Betroffenen mit dem Thema konfrontiert desto mehr Geld wird in die Kassen gespült! Und das Geschäftspotential steigt von Jahr zu Jahr an. Betrachtet man den Bericht „Gesundheit in Deutschland„, so zeigen sich klare Tendenzen: Der Anteil der übergewichtigen Männer stieg im Zeitraum von 1984 bis 2003 um 2,8 Prozent an. Bei den Frauen waren es sogar 3,6 Prozent. Bei den stark Übergewichtigen stieg der Anteil sogar um 6,3 Prozent, bzw. 7,1 Prozent bei den Frauen.
Damit noch nicht genug, scheint es auch so, dass Menschen mit einem niedrigen Bildungsniveau anfälliger für Übergewicht sind, wie die beiden folgenden Abbildungen belegen:

Übergewicht Verteilung nach Bildungsstand

Quelle: Gesundheit in Deutschland, 2006

 

Übergewicht Verteilung nach sozialen Schichten

Quelle: Themenhefte, Heft 16, Übergewicht und Adipositas, 2003

Lässt sich aber so auch das stetige Wachstum der Diätindustrie erklären? Sind übergewichtige Menschen aus der „Unterschicht“ empfänglicher für die Werbemaßnahmen der Unternehmen? An dieser Stelle kann man wohl nur Vermutungen treffen.

Um sich in der Informationsvielfalt überhaupt zurecht zu finden, bedarf es mittlerweile viel Ausdauer: So finden sich bei Google allein 11.900.000 Seiten zum Thema „Diät“. Davon haben 504.000 Seiten das Stichwort im Seitentitel. Bei Amazon gibt es 2.312 Bücher zu kaufen, die sich mit „Diät“ befassen. Wer soll da noch die richtigen Informationen finden?
Bedenkt man noch, dass viele Studien und Testreihen von Pharmaunternehmen, Lebensmittel- und Diätkonzernen gesponsort werden, ist fast schon klar, dass einem ständig Meldungen um die Ohren flattern, die einem den Eindruck vermitteln, man müsse etwas gegen seine Fettpolster tun. Für die neu herausgefundenen Ursachen und Probleme gibt es natürlich immer zufällig passende Mittel und Programme auf dem Markt.

Um sich die Marktmacht der Unternehmen in diesem Bereich einmal vor Augen zu führen, will ich ein paar Zahlen nennen:

24 Milliarden Dollar betrug der Umsatz mit Diätprodukten im Jahr 2002 in den USA. Was eine Steigerung von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutete. Zählt man noch Abnehm-Clubs, Kliniken und medizinischen Programmen hinzu, kommen ca. 40 Milliarden Dollar Umsatz zustande. Wohl gemerkt im Jahr 2002!
Betrachtet man dann einzelne Unternehmen, sieht man schnell, dass mit den tollen Tipps der Weight-Watchers und anderen Konsorten, viel Geld verdient wird:
810 Millionen Dollar setzten die „Weight Watchers“ im Jahr 2002 um. Konkurrent „Slim Fast“ kam auf 800 Millionen Dollar. [Quelle]

Wo wir inzwischen angelangt sind, belegen die neusten Quartalszahlen der „Weight Watchers“:

284,8 Mio. Dollar Umsatz im 3. Quartal 2006, Gewinn: 50,6 Mio.
285,5 Mio. Dollar Umsatz im 4. Quartal 2006, Gewinn: 44,3 Mio.
399,4 Mio. Dollar Umsatz im 1. Quartal 2007, Gewinn: 53,8 Mio.
386,3 Mio. Dollar Umsatz im 2. Quartal 2007, Gewinn: 58,0 Mio.

Macht aufs Jahr betrachtet 1,3 Millarden Dollar Umsatz und 206,7 Millionen Dollar Gewinn! Eine stattliche Zahl, aber auf die verlockenden Werbeversprechen springen die Konsumenten eben nach wie vor ungebremst an.

Bildquelle: André Zivic / aboutpixel.de

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3 Kommentare zu 'Diät bedeutet Geld – Das Geschäft mit den Pfunden'

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  1. am 14. September 2007 um 11:29 am Uhr

    Und ich Depp stell mein Buch einfach ins Internet, wo es jeder umsonst lesen kann. 😎


  2. am 18. September 2007 um 4:31 pm Uhr

    Vielleicht ist es ja auch einfach nur die Bequemlichkeit wenn man von den Medien alles erklärt vor die Nase gesetzt bekommt, nur noch kaufen muss oder eben ein Programm verfolgen, dass fertig ausgearbeitet ist, anstatt sich mit einer Ernährungsumstellung zu beschäftigen. Ich weiß aus der Praxis, dass das schon quasi in „Arbeit“ ausarten kann.
    Susanne


  3. am 19. Mai 2011 um 5:50 pm Uhr

    […] Diätbereich gibt es viele Geschäftemacher, allen voran die Weight Watchers, welche jedes Jahr Millionenumsätze machen. Allerdings kommt es […]