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Muskelschmerzen: Was hilft gegen Muskelkater?

Abgelegt unter Tipps & Tricks by Tobias am 15. November 2010

Schmerzen in der Muskulatur?Extreme und für den menschlichen Körper ungewohnte Belastungen der Muskulatur verursachen einen Muskelkater. Dies ist ein eindeutiges Indiz für körperliche Überbelastung. Die Muskeln schwellen an und verhärten sich. Sehr häufig tritt Muskelkater bei untrainierten Menschen auf. Allerdings macht er sich nicht sofort bemerkbar, sondern erst nach einigen Stunden der körperlichen Überbelastung.

Lange Zeit wurde davon ausgegangen, dass in diesem Fall eine Übersäuerung der Muskeln vorliegt. Nach neuestem sportmedizinischem Erkenntnisstand liegt die Ursache darin begründet, dass es sich bei einem Muskelkater um sehr viele mikroskopisch kleine Muskelverletzungen handelt. Diese Verletzungen führen zu leichten Schwellungen oder Entzündungen. Die Muskelpartien werden druckempfindlich und schlaff, was zu einer Dezimierung der Beweglichkeit führt. Dadurch kann die maximale Muskelkraft um etwa ein Drittel minimiert werden. Dies hat auch Auswirkungen auf den Bewegungsradius der Gelenke. Das zum Teil intensive Schmerzempfinden kann durchaus gut eine Woche andauern. Gegenüber anderen Muskelverletzungen wie beispielsweise einem Muskelfaserriss, einer Prellung oder einer Zerrung ist der Muskelkater eine vergleichsweise harmlose Verletzung.

Muskelkater entsteht vor allem bei ungewohnten und unkoordinierten Bewegungsabläufen sowie abrupten Bremsbewegungen. Dadurch werden starke äußere Kräfte auf die arbeitende Muskulatur ausgeübt. Es entstehen kleine Risse, sodass Wasser in die Muskelfasern eindringen kann. Innerhalb von einigen Stunden bilden sich Ödeme, woraus ein Dehnungsschmerz und somit ein Muskelkater resultiert. Ferner kann sich Muskelkater, was allerdings eher selten ist, durch eine Extrembelastung des Stoffwechsels sowie nach epileptischen Krämpfen bemerkbar machen. Bisher gibt es kein Indiz dafür, dass ein ausgeprägter Muskelkater zwangsläufig andere Muskelverletzungen hervorruft. Allerdings sollte während dieser Phase auf weitere Belastungen und Überanstrengungen der Muskulatur verzichtet werden. In diesem Fall würde die Wahrscheinlichkeit steigen, dass eine Muskelzerrung oder gar ein Muskelfaserriss daraus entsteht. Ferner kann dies schmerzhafte Auswirkungen auf die Sehnen in Form einer Sehnenreizung haben.

Wenn verschiedene Präventivmaßnahmen beachtet werden, kann die Gefahr eines Muskelkaters erheblich minimiert werden. Viele Menschen neigen zu einer erheblichen Selbstüberschätzung ihrer körperlichen Belastbarkeit und schaden ihrer Gesundheit. Die Muskeln können zwar sehr starke Kraftanstrengungen aushalten, jedoch nicht in einem übertriebenen Ausmaß. Vor allem sollten untrainierte oder unsportliche Menschen ihre Muskulatur nicht abrupt allzu starken und langen Anstrengungen unterziehen. Regelmäßige Ausdauersportarten wie beispielsweise Jogging, Schwimmen oder Radfahren sind eine gute, natürliche und nachhaltige Präventivmethode. Dabei ist es wichtig, die Steigerung der persönlichen Leistungsfähigkeit behutsam und langsam zu maximieren. Hierzu ist ein individueller Trainingsplan sehr gut geeignet. Vor sportlichen Aktivitäten sollte darauf geachtet werden, dass eine gute Durchblutung ausreichend gestärkt wird wie beispielsweise durch spezielle durchblutungssteigernde Lotionen oder Ölen. Ein wesentlicher Faktor stellt das Aufwärmen mit diversen Dehnungsübungen dar. Dadurch wird nicht nur die Durchblutung gestärkt, sondern die Wahrscheinlichkeit eines Muskelkaters ist nach der sportlichen Aktivität äußerst gering.

Wer sich einen Muskelkater zugezogen hat, der sollte verschiedene Verhaltensregeln für eine schnelle Genesung beachten. Besonders Massagen sind nicht ratsam, weil eine zusätzliche Krafteinwirkung auf den bereits verletzten Muskel erfolgen und somit den eigentlichen Heilungsprozess verzögern würde. Heilungsfördernd sind dagegen warme Bäder mit Zusatzstoffen wie beispielsweise Fichtennadeln, Rosmarin, Arnika oder Eukalyptus sowie Saunabesuche. Die kombinierte Wirkung von warmem Wasser und Heilpflanzen stärkt die Durchblutung. Vor allem dürfen während der Heilungsphase keine größeren, körperlichen Anstrengungen unternommen werden. Dagegen können leichte Aktivitäten wie beispielsweise Spazierengehen, Wandern oder Schwimmen für die Regeneration hilfreich sein.

Da ein Muskelkater in der Regel schon nach wenigen Tagen wieder abklingt, sind besondere Therapiemaßnahmen nicht erforderlich. Bei einem allzu starken Schmerzempfinden lässt sich mit einem leichten Schmerzmittel Linderung verschaffen. Auch homöopathische Arzneimittel werden häufig in Betracht gezogen. Eine spezielle Medikamentenbehandlung eines Muskelkaters ist bisher nicht bekannt. Wenn die Muskelschmerzen nach ein paar Tagen noch nicht nachgelassen haben, sollte ein Arztbesuch wahrgenommen werden. Denn nur der Arzt kann dann feststellen, ob nicht doch eine andere Muskelverletzung in Form eines Muskelfaserrisses oder einer Zerrung vorliegt.

2 Kommentare zu 'Muskelschmerzen: Was hilft gegen Muskelkater?'

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  1. Carsten sagte,

    am 16. November 2010 um 1:56 pm Uhr

    Hmm…OK. Ich mache nach dem Muskelkater regelmäßig mein normales Kraftsportpensum, und bisher hat das auch immer geholfen; offenbar hab ich mich da genau im richtigen Maße angestrengt.


  2. am 01. November 2011 um 10:53 pm Uhr

    [...] ausführt, sind wie beim Joggen sehr anstrengend und verbrauchen viel Energie. Um einen Muskelkater zu vermeiden, sollte man in den ersten Trainingseinheiten auf Hanteln verzichten oder dies [...]

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