Goldener Windbeutel von Foodwatch
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Eben bin ich bei Purzelpfund auf eine Aktion von Foodwatch aufmerksam geworden. Die Essensretter von Foodwatch rufen zur Wahl des “Goldenen Windbeutels” auf. Bei diesem Negativpreis werden die dreistesten Werbelügen in der Lebensmittelbranche “ausgezeichnet”. Zur Wahl stehen:
Actimel von Danone
Danones angebliches Wundermittel plündert zwar ordentlich die Haushaltskasse, ist aber kaum wirkungsvoller als ein normaler Naturjoghurt – nur doppelt so süß. Activer Etikettenschwindel!Bahlsen Gourmet-Genießerkuchen von Bahlsen
Beworben als eine “besondere Kombination erlesener Zutaten”, enthält der Bahlsenkuchen vor allem Zusatzstoffe und Aromen. Und aus welcher Haltungsform die verwendeten Eier stammen, erfahren Verbraucher nicht. Verbrauchtransparenz, Verbraucherservice – für Bahlsen Fremdwörter!Biene Maja von Bauer
Was wie ein gesundes Milchprodukt für Kinder aussieht, ist in Wirklichkeit eine echte Zuckerbombe. Insgesamt 44 Stück Würfelzucker enthält der Trinkjoghurt pro Liter. Das ist mehr als in einem Liter Cola.Frucht-Tiger von Eckes-Granini
Frucht-Tiger ist kein “gesunder Durstlöscher”, sondern ein Getränk, das die zahnschädigende Citronensäure (E330) und den umstrittenen Süßstoff Aspartam enthält. Eckes-Granini scheint sich Irreführung bis zur Zahnfäule vorgenommen zu haben!Bertolli Pesto Verde von Unilever
Obwohl sie ausdrücklich beworben werden, sind Pinienkerne und Olivenöl nur in winzigen Alibi-Mengen enthalten. Ersetzt werden sie durch billigeres Sonnenblumenöl und Cashewnüsse. Aufgepeppt mit Aroma und einem Säuerungsmittel ist der angebliche “Klassiker” also vor allem eines: eine Mogelpackung.
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Functional Food - Essen mit Funktion
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Vor ein paar Tagen habe ich in der neuen Community eine Umfrage zum Thema Functional Food gestartet. Bisher haben allerdings erst 4 Leute mitgemacht, daher mein Appell an alle Blogleser, stimmt doch kurz ab, es dauert keine 2 Minuten! Mich würde nämlich interessieren, wieviel Leute wirklich an die Wirkung von Functional Food glauben, bzw. inzwischen schon erste (Miss)Erfolge gemacht haben.
Neben funktionalem Essen bietet die Industrie mittlerweile ja schon funktionale Kosmetikprodukte an, die schlank machen sollen: My Silhouette ist so ein Fall. Für mich ist das eigentlich blankes Veräppeln der Konsumenten.
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Abnehmen mit Optiwell Control?
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In meinem Beitrag “Optiwell Control und der Quatsch dahinter” hatte ich ja bereits das Wunderprodukt aus dem Hause Campina kritisch beäugt. Inzwischen habe ich beim Hersteller nachgefragt, wie gut Optiwell Control wirklich ist.
In mehreren […] Studien konnte gezeigt werden, dass die Verabreichung von Optiwell Control bei gesunden, … normal- und übergewichtigen Erwachsenen zu einer signifikant verringerten Nährstoff- und Energieaufnahme […] führt.
Quelle: Gutachten, September 2006
Darauf stellte sich mir die Frage ob man dieses Gutachten und die Studien einsehen kann? Auf der Website sind nur allgemeine Studien verlinkt, die keinen direkten Bezug zu Optiwell Control haben. Gibt es überhaupt Studien, in denen die Wrikung von Optiwell Control über einen längeren Zeitraum beobachtet wurde?
Die Antwort kam schon eine halbe Stunde später:
Die von Ihnen erwähnten Studien beziehen sich auf den Wirkstoff, welcher in Optiwell Control verwendet wird und für die Wirkung des Produktes verantwortlich ist. Ihren Wunsch nach hinaus gehende Studien mit dem Endprodukt Optiwell Control haben wir an unsere Marketingabteilung weitergeleitet.
Man schließt also vom “Wirkstoff” (Palm- und Haferöl) auf das ganze Produkt, und die besagten Studien werden dann so hingestellt, als ob Optiwell darin verwendet wurde. Meine Anfrage ging daraufhin an die Marketingabteilung, die beste Adresse um wissenschaftliche Antworten zu bekommen.
Statt viel Geld für Functional Food auszugeben, kann man genauso gut einen normalen Naturjoghurt mit Haferflocken essen. Dieser hat wahrscheinlich die selbe Wirkung, kostet weniger und man kann Zucker und Süßstoffe weglassen, die bei Optiwell mit dabei dein. Denn auch Süßstoffe machen nicht zwingend schlank.
In einem Ciao-Testbericht schreibt eine Kundin passend:
Seit Wochen kaufe ich den Kram und was ist??? Nix ist passiert, ich habe immer noch genauso viel Hunger wie sonst auch. Also lässt die Wirkung sehr zu wünschen übrig und für den Preis kann man schon erwarten, dass es wenigstens schmeckt, wenns schon nicht hilft, oder? Also ich bin mehr als enttäuscht und rate Euch einfach komplett davon ab, dieses Produkt zu kaufen und dafür Geld auszugeben!
Trotz der Geld-Zurück-Garantie lohnt sich das Produkt nicht wirklich. Diese Garantie ist mehr ein Werbetrick, als eine Verbürgung für die Funktion.
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LipoWell, Fatburner-Drink mit CLA
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Neulich hatte ich über Optiwell Control geschrieben, in den Blog-Reaktionen wurde dann auch die 3-Wochen-Geldzurück-Garantie disskutiert. Also dachte ich beim letzten Einkauf, kaufe ich doch mal Optiwell und teste wie es “wirkt”, die Kohle bekomme ich ja wieder.
Aber nichts, weit und breit war kein Optiwell Control im Regal zu finden. Neben den ganzen Actimel, Yakult und sontigen Wischi-Waschi-Functional-Drinks war einfach nichts von Optiwell Control zu sehen. Mein Blick blieb dann bei “LipoWell” stehen, toll zumindest “Well” kommt im Namen vor, dachte ich. Der Packungsinhalt war gleich groß und das Produkt in etwa gleich überteuert, statt Palmöl wirkt aber bei LipoWell die konjugierte Linolsäure. Dass man Verben konjugieren kann war mir bekannt, aber scheinbar klappt das bei der Linolsäure auch. ![]()
Also hab ich statt Optiwell halt LipoWell von Elsdorfer gekauft. Wie hats geschmeckt? Nach Molke, einem künstlichem Orangenaroma und viel Zucker.
Die konjugierte Linolsäure (CLA) hat aber wohl Effekte:
CLA verringern die nach der Nahrungsaufnahme gespeicherte Fettmenge, beschleunigen den Fettstoffwechsel und fördern die Fettspaltung in den Fettzellen. Zudem erhöhen sie die Apoptose (programmierter Zelltod) der Adipozyten (Fettzellen) und reduzieren so deren Anzahl. Mit CLA lässt sich darüber hinaus der Leptin-Spiegel senken. Leptin ist ein Eiweißhormon, das im Fettgewebe gebildet wird und eine Schlüsselrolle bei der Zunahme des Körpergewichtes spielt.
Mit einer Studie[1] von Gaullier wirbt der Hersteller von LipoWell, in dieser wurde erwiesen, dass CLA den Körperfettanteil reduzieren kann.
Allerdings kommt CLA generell in Produkten von Wiederkäuern vor, also im Fleisch oder normaler Milch, da es im Pansen und in den Milchdrüsen gebildet wird. Bei LipoWell ist vielleicht der CLA Anteil etwas höher als in normaler Milch, doch durch den Zuckerzusatz finde ich das Produkt extrem uninteressant, es wird quasi die Fettverbrennung durch CLA gefördert und durch den Zucker gleich wieder zu nichte gemacht.
Lustig finde ich auch den Werbespruch auf der Verpackung:
Besonders in Verbindung mit einer ausgewogenen Ernährung und körperlicher Betätigung kann CLA somit die Funktion eines “Fat-Managers” übernehmen.
So so, CLA sorgt also dafür, dass ich regelmäßig Joggen gehe.
Mein Tipp, trinkt lieber normale Milch, aber nicht die Halb-Fett-Variante! Im Milchfett steckt das CLA drin! Normale Milch ist billiger und schmeckt auch besser wie LipoWell.
[1] Gaullier et al, FASEB J 20 (5), 2006, A829
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Mineralwasser von Gerolsteiner nun auch als Functional Food
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Jetzt hat auch Gerolsteiner das Geschäft mit dem Schlankheitswahn gerochen. Mit ihrem neuen Produkt “Gerolsteiner Linée” steigt der Getränkehersteller nun auch in den Functional-Food-Sektor ein.
Das Getränk wird laut Hersteller als natürliches Vitalgetränk angeboten, das den Energiehaushalt stabalisieren soll. Hierbei handelt es sich um schlichtes Minerwalwasser mit “Fruchtsüße” und “leichtem Fruchtanteil”, natürlich ohne Kristallzucker! Fruchtsüße klingt wie immer sehr hübsch, fast so schön wie die “Süße aus Früchten”, oder eben einfach Fruchtzucker, der ebenso die gleiche Kalorienzahl hat wie normaler Kristallzucker, allerdings eine etwas schwächere Blutzuckerreaktion hervorruft. Von den 4,4 Gramm Kohlenhydraten pro 100ml Wasser sind aber trotzdem stolze 4,3 Gramm Zucker. Isomaltulose heisst er, der in der Tat langsamer verdaut bzw. aufgespalten wird. Allerdings ist und bleibt es eine Zuckerart, so sichert sich auch der Hersteller ab:
Durch die enthaltene Fruchtsüße ist Gerolsteiner Linée nicht uneingeschränkt für Diabetiker geeignet.
Als weiteren postiven Effekt soll das funktionale Wasser eine sättigendere Wirkung haben als “normales” Wasser.
Weizendextrine und ein Extrakt aus der asiatischen Konjakknolle sind wichtige Quellen löslicher Ballaststoffe und haben eine sättigende Wirkung.
Naja, bei gerade mal 0,1 Gramm Ballaststoffen pro 100ml, da ess ich dann doch lieber ein Vollkornbrötchen, das macht mehr Sinn.
Das Wasser gibt es in drei Geschmacksrichtungen: Ananas-Zitronengras, Litschi-Limette und Mango-Grapefruit. Sehr exotisch also!
Ich für meinen Geschmack trinke lieber Mineralwasser ohne Zauberwirkung und nehme meine Ballaststoffe über gesundes Essen auf.
Quelle: gerolsteiner.de, Nährwertanalyse
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Ich hab sie schon oft gesehen, die Werbung zu Optiwell Control - von Campina natürlich! Wieder so ein völlig überteuertes “In-Produkt” im Stile von Actimel. Ich habe mir daher die Mühe gemacht und mir die Webseite zum Produkt mal näher angesehen, versprechen kann man ja viel.
Als erstes bin ich auf die Seite “So wirkts - Stimmen & Studien” gegangen, dort wurde ich prompt mit einer genialen Grafik überrascht:

Hochwissenschaftlich päsentiert sich der Effekt von Optiwell Control: In einer minimalen Kurvendifferenz und in einem Diagramm ohne Wertachsen, so soll mir also der wirksame Effekt suggeriert werden?
Als nächstes präsentiert sich auf der Seite ein Auszug aus dem “Gutachten”:
” … Optiwell Control … kann einen Beitrag leisten zu verminderter Nährstoff- und Energieaufnahme, zu früherer und/oder stärkerer Sättigung und zu einer Verringerung des Hungerempfindens.”
Quelle: Gutachten, September 2006
Leider wird keinerlei Verweis auf das “Gutachten” gemacht, also wer es gemacht hat oder wo es veröffentlicht wurde. Dafür gibt es ein paar Links zu Studien, die sich mit dem Thema Palm- und Haferöl beschäftigt haben. Diese Öl-Kombination ist der Schlüssel des Optiwell Zaubertrunks.
Eine Wirksamkeit mag zwar bestehen, aber genauso wirken ein Vollkornbrot oder Haferflocken dem Hungergefühl entgegen. Was wohl an der Tatsache liegt, dass komplexe Kohlenhydrate länger im Verdauungstrakt unterwegs sind. Wobei Optiwell Control leider nicht das alleinige Recht auf langsame Verdauung hat.
Soweit sogut, natürlich darf auf der Webseite auch der Bereich “Erfolgsgeschichten” nicht fehlen. “Hui, da tummeln sich ja hunderte von Einträgen”, hab ich zuerst gedacht. “Das Zeug wirkt wohl phänomenal?” Also wollte ich mal so eine Erfolgsgeschichte lesen und klickte auf den entsprechenden Link. Was passierte? Es wird zu dem Satz, der schon da steht, eine tolle Überschrift eingeblendet: “Meine Optiwell Control Erfolgsgesichte”, und der abgekürzte Satz vervollständigt. Denn hinter der jeweiligen “Geschichte” steckt eigentlich immer nur ein Teil einer Diskussion zwischen den Community-Usern. Für sowas nimmt man normalerweise ein Forum! Aber der Trick ist wohl, dem Leser viele Erfolgsgeschichten zu präsentieren, denn auf diese Weise kommen täglich neue Beiträge hinzu.
Als Wunderwaffe wird dann noch die “Geldzurückgarantie” eingesetzt. Wer dieses Angebot liest, denkt zuerst: “Es muss ja wirken, sonst würden die ja Verlust machen.” Aber sind wir mal ehrlich, wer bringt nach drei Wochen die Lebensmittel wieder in den Laden zurück? Oder steht an der Kasse und sagt: “Hey, bei mir hats nicht geholfen, ich will meine Kohle wieder!” Im Normalfall wohl nichtmal 1% der Konsumenten, schon aus Faulheit heraus geht man nicht. Diese geringe Zahl wird vom Hersteller gerne in Kauf genommen, betrachtet man den Werbeeffekt der Aussage.
Ich hoffe nur, der Durchschnittskonsument wird endlich einmal verstehen, dass Abnehmen nichts mit Wunderwaffen zu tun hat. Das Hungergefühl kann jeder mit ein bisschen Übung und gesunden Lebensmitteln selbst regulieren. Da braucht es kein Optiwell oder sonstige Wellness-Drinks!
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Miracel Whip so leicht! Mayo für die Tonne.
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Endlich gibt es sie, die Mayonaise, die parktisch fast kein Fett enthält. Die neuste Wunderwaffe gegen die überflüssigen Pfunde. Folglich braucht man nun keine Angst mehr vor Nudel- und Kartoffelsalat zu haben, zumindest wenn man den tollen Werbeversprechungen des Herstellers mal wieder glauben schenken darf. So enthält die “leichte” Mayonaise zwar deutlich weniger Fett als das Standard-Modell, und hat somit nur ca. die hälfte der Kalorien, aber der Zucker- und Kohlenhydratanteil ist genau gleich hoch! Das leckere Nudelsalat-Rezept auf der Werbeseite, soll dem Kunden dann als leicht und lecker verkauft werden. Die Nudeln in Kombination mit karamellisiertem Gemüse, also noch zusätzlich schön viel Zucker dazu, ist alles andere als ideal. Da werden die fehlenden Fettkalorien gleich wieder ausgeglichen und zudem der Blutzuckerspiegel unnötig in die Höhe getrieben, was dem Fettstoffwechsel gar nicht zu gute kommt. Ich hoffe nur die Konsumenten sehen bald mal ein, dass Deklarationen wie “halb-fett” und “fettreduziert” nicht zwangsläufig besser für die Figur sind!
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